Feiner als ein Haar – und jeder Schritt hat einen Grund.
Die komplette Prozesskette der Feindraht-Herstellung – vom Walzdraht bis zum 11-µm-Edelstahldraht.

- Feindraht entsteht durch Kaltziehen: Der Draht wird ohne Wärmezufuhr durch immer feinere Ziehsteine gezogen – aus 5,5 mm werden 1,2 mm und dabei etwa die fünffache Länge.
- Zwischen den Zügen wird der Draht geglüht (Rekristallisation): Das Ursprungsgefüge kehrt zurück, der Draht wird wieder ziehfähig – weich oder hart, je nach Kundenwunsch.
- Vor dem Versand wird die Legierung an drei Stellen geprüft – Verwechslungen sind ausgeschlossen.
- Die feinste Abmessung der Gruppe: 11 µm Edelstahl, unter dem Mikroskop live messbar.
- Grundprinzip: Das Produkt ist definiert durch Werkstoff UND Prozess. Die beiden sind untrennbar.
Am Anfang steht Walzdraht mit 5,5 Millimetern – am Ende ein Edelstahlfaden, feiner als ein menschliches Haar. Dazwischen liegt kein Geheimnis, sondern ein Prozess, in dem jeder Schritt einen Grund hat. Wer ihn versteht, versteht auch, warum zwei Drähte gleicher Legierung nicht gleich sind.
Der Werkstoff ist wie Beton
Stahl ist kein homogener Block. Er ist aufgebaut wie Beton: verschiedene Bestandteile in verschiedenen Korngrößen – Kies, Sand, Zement. Ein übersehener „zu großer Stein“ ist im Draht ein nichtmetallischer Einschluss: eine Sollbruchstelle, die bei feinsten Durchmessern über Riss oder kein Riss entscheidet. Deshalb beginnt Feindrahtqualität nicht an der Ziehmaschine, sondern bei der Reinheit der Schmelze.
Die Prozesskette
- 01
Warenannahme & Waage
Walzdraht kommt an, wird auftragsbezogen gewogen und der Fertigung zugeteilt.
- 02
Drahtvorbereitung / Trägerbeschichtung
Der Draht wird beschichtet (Öl- oder Salz-/Steratbasis) – je rauer die Oberfläche, desto mehr Beschichtung nimmt sie auf. Die Schicht trägt später das Schmiermittel durch den Ziehstein.
- 03
Kaltziehen
Durch mehrere Ziehsteine von dick nach dünn – ohne Wärmezufuhr. Aus 5,5 mm werden 1,2 mm, aus einem Meter etwa fünf.
- 04
Reinigung & Glühen (Rekristallisation)
Beim Ziehen werden die Kristalle verformt, nicht zerstört – „der Draht erinnert sich“. Im Glühofen kehrt das Ursprungsgefüge zurück; der Draht wird wieder ziehfähig und je nach Kundenwunsch weich oder hart eingestellt.
- 05
Endkontrolle & Verwechslungsprüfung
Die Legierung wird an drei Stellen geprüft. So ist ausgeschlossen, dass gemischte Werkstoffe ausgeliefert werden – ein 1.4301 in einer Säureumgebung wäre ein Schadensfall, kein Schönheitsfehler.
- 06
Labor & Versand
Bei Auffälligkeiten klärt die Gefügeanalyse die Ursache. Dann: Waage, Logistik, Verladung – bis in den Übersee-Container.
Warum BenderWire
Die feinste Abmessung der Gruppe liegt bei 11 µm – und wir behaupten das nicht, wir messen es: unter dem Mikroskop, auf Wunsch live beim Besuch. Kritische Maße werden messtechnisch belegt. Das Grundprinzip dahinter: Unser Produkt ist definiert durch Werkstoff (chemische Analyse) und Prozess – die beiden sind untrennbar.
Häufige Fragen.
Was ist Kaltziehen?
Das Umformen des Drahts durch Ziehsteine bei Raumtemperatur – der Durchmesser sinkt, die Länge wächst, die Festigkeit steigt.
Warum wird Draht zwischen den Zügen geglüht?
Das Ziehen verfestigt das Gefüge. Beim Glühen (Rekristallisation) kehrt das Ursprungsgefüge zurück – der Draht wird wieder umformbar.
Wie fein kann Edelstahldraht gezogen werden?
Innerhalb der BenderWire Group bis 11 µm – feiner als ein menschliches Haar.
Wie wird eine Werkstoff-Verwechslung ausgeschlossen?
Durch Legierungsprüfung an drei Stellen vor dem Versand, dokumentiert je Charge.
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Wir beraten fundiert, unabhängig und finden gemeinsam die passende Drahtlösung.
